Sizely
Verkauf Tipps

Vier unerwartete Möglichkeiten zur Steigerung der E-Commerce-Konversionen

Vier unerwartete Wege zu mehr E-Commerce-Konversionen: Farben, Kontaktwege, ehrliche Bewertungen und eigene Produkttexte für höhere Conversion-Raten.

Annie Button

geschrieben von

Annie Button

Veröffentlicht am

June 23, 2026

Vier unerwartete Möglichkeiten zur Steigerung der E-Commerce-Konversionen

Das Wichtigste in Kürze

  • Farbige Handlungs-Buttons können die Conversion heben, auch wenn sie nicht ganz ins Branding passen.
  • Bieten Sie mehrere Kontaktwege an. Die meisten Besucher kaufen nicht beim ersten Besuch, sondern sammeln erst Informationen.
  • Lassen Sie auch mittelmäßige Bewertungen stehen. Eine glatte Fünf-Sterne-Wand wirkt weniger glaubwürdig als ein ehrlicher Mix.
  • Schreiben Sie eigene Produkttexte. Kopierte Beschreibungen werden von Suchmaschinen abgewertet.

Jeder Online-Händler strebt danach, die Conversion-Rate zu verbessern. Viele greifen auf bewährte Methoden zurück, doch es gibt auch einige unkonventionelle Wege, die oft übersehen werden. Lassen Sie uns vier solcher unerwarteten Ansätze betrachten, mit denen Sie Ihre E-Commerce-Conversion steigern können.

1. Setzen Sie Farben gezielt ein, auch gegen das Branding#

Vieles wurde bereits über die Bedeutung des Brandings gesagt, besonders im Online-Shop-Bereich, wo es Vertrauen und Kundenbindung fördert. Doch sollte das Branding nicht die Conversion behindern.

Ein spannendes Beispiel liefert der Luxus-Kindermode-Shop Childsplay Clothing. Moby Latif, Leiter Geschäftsstrategie und -entwicklung bei Childsplay, erklärt: „Unsere Website war komplett in Schwarz-Weiß gestaltet.“ Das reduzierte Farbschema schien ideal zum Luxussegment zu passen.

Als dann Experten für die Optimierung der Conversion-Rate vorschlugen, die „In den Warenkorb“-Buttons farblich hervorzuheben und farbigen Text zu verwenden, war zunächst Skepsis angesagt. Aber die Ergebnisse sprachen Bände: „Seit der Umstellung haben wir eine merkliche Verbesserung der Conversion-Raten festgestellt“, berichtet Latif.

1. Setzen Sie Farben gezielt ein, auch gegen das Branding

2. Bieten Sie so viele Kontaktwege wie möglich an#

Viele Online-Shops konzentrieren sich darauf, den schnellen Verkauf zu fördern. Der Fokus liegt dann darauf, Besucher auf Seiten zu führen, die direkt konvertieren sollen. Allerdings zeigen Daten von Episerver, dass 92 Prozent der Konsumenten bei ihrem ersten Besuch einer Website gar nicht kaufen möchten. Sie suchen nach Informationen. Ein durchschnittlicher Käufer hat Schätzungen zufolge mehr als sieben Interaktionen mit einer Marke, bevor er sich zum Kauf entschließt.

Den schnellen Verkauf erzwingen zu wollen, bringt also nicht den gewünschten Erfolg. Besser ist es, Interessenten zu begleiten, ihre Fragen zu beantworten und dafür zu sorgen, dass sie sich bei Ihnen gut aufgehoben fühlen. Ein guter Shop bietet mehr als nur Produkte, er ist auch eine Informationsquelle.

Kunden möchten sehen, dass sie Sie auf verschiedenen Wegen erreichen können, falls noch Fragen offen sind. Ihr Shop sollte also Live-Chat und FAQ-Seiten bieten, dazu die klassische E-Mail-Adresse, eine Kontaktseite und Telefonnummer.

Viele Online-Shops machen es Kunden schwer, sie zu erreichen, indem sie auf eine sichtbare E-Mail-Adresse verzichten. Dabei klären viele Käufer ihre Fragen gern per E-Mail, bevor sie bestellen. Je mehr Kontaktmöglichkeiten, desto höher die Conversion.

2. Bieten Sie so viele Kontaktwege wie möglich an

3. Zensieren Sie Ihre Bewertungen nicht#

Immer mehr Online-Shops erkennen den Wert von Kundenbewertungen für die Conversion. Manchmal jedoch besteht die Versuchung, eine perfekte Bewertung anzustreben. Verständlich, denn man möchte seine Produkte im besten Licht zeigen. Doch ausschließlich fünf Sterne zu haben, kann weniger überzeugend wirken, als man denkt.

Es gibt gute Gründe dafür. Kunden vertrauen Unternehmen mehr, die sowohl Stärken als auch Schwächen aufzeigen. Wenn sich zwischen den vielen positiven Bewertungen ein paar Zwei- und Drei-Sterne-Bewertungen finden, signalisiert das: Hier wird nichts beschönigt, hier sind die Bewertungen glaubwürdig. Tatsächlich erwarten nur acht Prozent der Kunden, dass ein Unternehmen ausschließlich Fünf-Sterne-Bewertungen hat.

Schwächere Bewertungen bieten außerdem die Möglichkeit, darauf zu antworten und Ihre Sichtweise darzustellen. Interessenten möchten sehen, dass Sie Kritik ernstnehmen und bereit sind, Missverständnisse auszuräumen.

3. Zensieren Sie Ihre Bewertungen nicht

4. Investieren Sie Zeit in eigene Produktbeschreibungen#

Ein eigener Produkttext ist eine der wichtigsten Investitionen, die Sie auf Ihrer Website tätigen sollten. Es kann verlockend sein, die Beschreibungen der Konkurrenz zu übernehmen, vor allem wenn Sie Produkte verkaufen, die auch anderswo angeboten werden.

Doch Google übersieht in der Regel Seiten, die identische Inhalte mit bereits indexierten Seiten haben. Kopierte Produktbeschreibungen führen also dazu, dass Sie von der wichtigsten Suchmaschine der Welt ignoriert werden. Für die Conversion ist das keine kluge Entscheidung.

Bei Kleidung lohnt sich ein zusätzlicher Aspekt: die Maße. Eine Size Chart von Sizely auf jeder Produktseite ermöglicht es den Käufern, die Passform selbst zu prüfen, ohne lästige „Welche Größe?“-Anfragen. Das steigert die Conversion und reduziert Rücksendungen wegen falscher Größen.

Annie Button

geschrieben von

Annie Button

Annie Button ist eine Content-Erstellerin mit einer Leidenschaft für alles, was mit E-Commerce zu tun hat. Ihre Artikel bieten eine Fundgrube an Tipps und Tricks für Online-Verkäufer, die aus über 5 Jahren praktischer Erfahrung stammen. Annies Fachwissen hilft Einzelhändlern dabei, sich einfacher und effizienter auf dem Online-Markt zurechtzufinden.

Entdecke unsere neuesten Blogbeiträge

Größen und Passform, einfach erklärt

Anleitungen zum richtigen Messen, zum Lesen einer Größentabelle und zum Umrechnen von Größen zwischen Marken und Ländern, damit Sie gleich beim ersten Mal die richtige Größe bestellen.

View all posts